Brustkrebs stellt für Frauen immer noch die häufigste Krebserkrankung dar. Auch Männer können von Brustkrebs betroffen sein – das ist aber sehr selten der Fall.

Brustkrebs-Vorsorge sollten Frauen deswegen ernst nehmen. Sie können nicht nur die Vorsorge-Angebote beim Arzt in Anspruch nehmen, sondern sollten wissen, wie eine Brust richtig selbst untersucht werden kann. Immerhin, so Schätzungen, werden mehr als 80% aller bösartigen Veränderungen in der Brust von Frauen selbst entdeckt.

Im folgenden Text erfahren Sie alles über

Brustkrebs-Arten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Brustkrebs (Mammakarzinom) bei Frauen grob in nicht-eindringende (nicht-invasive) und eindringende (invasive) Brustkrebsarten ein.
Die nicht-eindringenden Brustkrebsarten werden als Vorstufen zum eindringenden Brustkrebs angesehen.

nicht-eindringender Brustkrebs in den Milchgängen

Sind die Milchgänge des Brustdrüsengewebes betroffen spricht der Mediziner vom duktalen Carcinoma in situ (DCIS). Die Krebszellen wachsen nur oberflächlich in den Milchgängen und haben eine bestimmte Zellschicht noch nicht durchbrochen.

Diese Brustkrebsform macht 5-30% der Brustkrebsarten aus. Sie lässt sich meist nur in der Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) als Mikrokalk erkennen.

eindringender Brustkrebs in den Milchgängen

Innerhalb von 10 Jahren können die Brustkrebszellen in die Tiefe der Milchgänge wachsen und so in einen eindringenden die Milchgänge betreffenden Krebs (invasives duktales Karzinom) übergehen. Mit 70-80% ist dieser die häufigste Form von eindringendem Brustkrebs.

nicht-eindringender Brustkrebs in den Drüsenlappen

Bei Krebsbefall der Drüsenlappen des Brustgewebes nennt sich der nicht-eindringende Krebs Carcinoma lobulare in situ (CLIS). Diese Art tritt in 1-5% der Fälle auf und ist durch bildgebende Verfahren wie die Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) nicht zu erkennen.

eindringender Brustkrebs in den Drüsenlappen

Innerhalb von circa 25 Jahren kann ein Übergang in die eindringende Läppchen-betreffende Brustkrebsform (invasives lobuläres Karzinom) stattfinden. Diese Form macht 10-15% der eindringenden Brustkrebsarten aus.

Darüber hinaus gibt es seltenere Formen der eindringenden Brustkrebsarten, die je nach betroffener Gewebeart einen anderen Namen tragen:

  •  muzinöses Karzinom
  •  medulläres Karzinom
  • papilläres Karzinom
  • tubuläres Karzinom
  • adenoid-zystisches Karzinom
  • sekretorisches (juveniles) Karzinom
  • apokrines Karzinom
  • Karzinom mit Metaplasie

Sonderformen des Brustkrebses:

Morbus Paget der Mamille: hierbei handelt es sich um eine Sonderform des die Milchgänge betreffenden, nicht-eindringenden Krebses, oder des eindringenden Krebses, dessen Metastasen in die Brustwarzen oder umgebende Haut vorwachsen.

Inflammatorische Mammakarzinom: diese Sonderform heißt übersetzt entzündlicher Brustkrebs und gilt als Sonderform des fortgeschrittenen Brustkrebses. Bei diesem sind die Krebszellen in die Lymphbahnen der Haut vorgewachsen und erscheinen so wie eine Entzündung der Brust. Die Überlebensvorhersage (Prognose) dieser Brustkrebsart ist schlecht. Unbehandelt leben nach 5 Jahren weniger als  5% der Betroffenen.

Der Brustkrebs bei Männern spielt sich in den männlichen Milchgängen ab, denn diese sind im Gegensatz zu den Drüsenlappen beim Mann noch vorhanden. Die Folgen und Beschwerden von Brustkrebs für den Mann können sich genau so wie bei der Frau gestalten.

Brustkrebs-Stadien

Brustkrebs kann in fünf verschiedene Stadien eingeteilt werden. Beginnend bei Stadium 0 bis Stadium IV. Die Zugehörigkeit des Brustkrebses zu einem bestimmten Stadium hängt von der Einordnung des Brustkrebses in die TNM-Klassifikation ab.

  • Das T steht für Tumor und beschreibt die Größe und Art des Brustkrebses.

T0 bedeutet, dass es keinen Anhalt für Brustkrebs in der Gewebeprobe gibt. Tis steht für Carcinoma in situ, in diese Kategorie werden das DCIS und CLIS sowie der Morbus Paget der Mamille eingeordnet. In die Kategorien T1 bis T3 wird Brustkrebs von einer Größe unter 2cm, 2-5cm und über 5cm eingeordnet. Der Brustkrebs der Kategorie T4 hat eine Größe erreicht, bei der der Krebs auf die Brustwand, also Rippen und Muskulatur der Brust, übergegriffen hat. Der inflammatorische Brustkrebs fällt automatisch in die Kategorie T4.

  • Das N gibt die Anzahl der vom Krebs befallenen Lymphknotenstationen an, die unmittelbar die Lymphflüssigkeit der Brust aufnehmen. Dazu gehören die Lymphknoten der Achselhöhle, die über und unter des Schlüsselbeins gelegenen Lymphknoten sowie die Lymphknoten in der Brust selbst und Lymphknoten, die an der die Brust mit Blut versorgenden Arterie liegen.

Die Einteilung reicht von N0 (keine Lymphknoten betroffen), über N1mi (betroffene Lymphknoten enthalten Mikro-Tochtergeschwülste) bis N3 (mehrere Lymphknotenstationen sind betroffen).

  • Das M der TNM-Klassifikation gibt an, ob Tochtergeschwülste in ferner liegenden Lymphknotenstationen oder anderen Organen(Fernmetastasen) vorliegen. Ist dies nicht der Fall liegt ein M0 vor, bei Fernmetastasen liegt ein M1 vor.

Einfluss auf andere Erkrankungen

In der Behandlung der Osteoporose können Medikamente eingesetzt werden, die den Östrogenrezeptor in bestimmten Geweben modulieren (Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren = SERM), unter anderem im Brustgewebe. Der Einsatz der Medikamente senkt dadurch das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, da die Östrogenwirkung im Brustgewebe vermindert wird.

Folgen und Folgeerkrankungen

Schwellungen der Lymphknoten als Folge von Brustkrebs

Je größer der Brustkrebs gewachsen ist, desto wahrscheinlicher sind bereits Krebszellen über Lymphbahnen oder den Blutweg gewandert.Bei einer Wanderung über Lymphbahnen sind meistens die Lymphknoten in der Achselhöhle geschwollen. Sie lassen sich bei einer Selbstuntersuchung gut erreichen und kontrollieren. Weitere Lymphknotenstationen, die betroffen sein können, finden sich um das Brustbein und das Schlüsselbein herum sowie in der vom Brustkrebs nicht betroffenen Brust.

Metastasen in Knochen, Lunge und Leber als Folge von Brustkrebs

Über den Blutweg befallen die Krebszellen des Brustkrebses häufig Knochen, Lunge und Leber, seltener das Gehirn. Nicht selten kommt es zu Rückenschmerzen und spontanen Knochenbrüchen, zum Beispiel im Bereich der Wirbelsäule, sowie Leber- und Lungenbeschwerden, die ganz individuell ausfallen können und von blutigem Husten über Schmerzen bis hin zur Luftnot reichen können.

Geschwüre an der Brust als Folge von Brustkrebs

In sehr späten Stadien des Brustkrebses können offene Geschwüre (Exulzeration) an der Brust auftreten. Wenn der Brustkrebs in die Brustwand einwächst, kann es zu einer Fixierung der Brust, zur sogenannten Panzerbrust (Cancer en cuirasse), kommen, bei der die Brust wie verbacken mit der Brustwand ist. Die Brust ist dadurch nicht mehr so beweglich, eben wie ein “Panzer”.

Pleuraerguss als Folge von Brustkrebs

Ein Befall des Lungenfells kann zu einer Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustwand führen (Pleuraerguss). In ausgeprägten Fällen kann es dabei zu Luftnot (Dyspnoe) kommen.

Folgen und Nebenwirkungen der Behandlung von Brustkrebs

Auch die Behandlung des Brustkrebses kann Folgen haben und zu Nebenwirkungen führen. Eine Nebenwirkung der Strahlentherapie oder Lymphknotenentfernung in der Achselhöhle ist ein Lymphstau (Lymphödem) im Arm. Nach Tamoxifengabe ist die Entwicklung eines Gebärmutterkrebses (Endometriumkarzinom) möglich.

Brustkrebsrisiko

Brustkrebs-Risikofaktor Alter

Bei Frauen steigt die Erkrankungshäufigkeit ab dem 20. bis 40. Lebensjahr kontinuierlich an.

  • Am häufigsten treten die Erkrankungen im Alter von 60 bis 65 Jahren auf.
  • Circa 45% der Neuerkrankungen an Brustkrebs treten in der Altersspanne des Screening-Programms auf, nämlich zwischen 50 und 69 Jahren.
  • 18% der Neuerkrankungen werden vor dem 50. Lebensjahr entdeckt.
  • Im Alter von 70 Jahren und älter treten immerhin noch 37% der Neuerkrankungen auf.

Mit Einführung des Brustkrebs-Screenings in den Jahren 2005 bis 2009 wurden zuletzt weniger Brustkrebsfälle in fortgeschrittenen Stadien entdeckt, was als Erfolg des Screening-Programms gewertet werden kann. Denn mit der Vorsorge ist es möglich, frühzeitig Brustkrebs-Vorstufen zu erkennen und zu behandeln, sodass fortgeschrittenere Stadien verhütet werden können.

Brustkrebs-Risikofaktor Geschlecht

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung und die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. Jede 8. Frau ist statistisch gesehen im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. In 1% aller Fälle erkranken Männer an Brustkrebs. Frauen sind etwa 100 mal häufiger Brustkrebs-Patienten als Männer.

Brustkrebs-Risikofaktor Wohnort

In Deutschland sowie in der gesamten EU sind die Erkrankungs- und Sterbefälle im Osten niedriger als im Westen. Bei den Sterbefällen liegt der Unterschied dabei bei knapp 20%. Auch südeuropäische Länder weisen eine vergleichsweise niedrige Erkrankungsrate auf. Nur bei jüngeren Frauen bis zum 54. Lebensjahr sind die Erkrankungs- und Sterbefälle im Osten wie im Westen ungefähr auf gleicher Höhe.

Die niedrigsten Sterberaten finden sich zur Zeit in Spanien, Portugal, Schweden und Finnland.

Die Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern führen Wissenschaftler auf die in der ehemaligen DDR vergleichsweise höhere Geburtenrate und das niedrigere Schwangerschaftsalter bei Geburt des ersten Kindes zurück.

Brustkrebs-Ursachen

Brustkrebs entsteht aus dem Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren. Einige davon können Sie selbst beeinflussen. Die zwei wichtigsten Risikofaktoren, nämlich das Alter und eine familiäre Vorbelastung, haben Sie dagegen nicht in der Hand.

  • Alter: Je älter eine Frau wird, desto höher steigt Ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Ab circa 70 Jahren sinkt das Erkrankungsrisiko wieder.
  • familiäre Vorbelastung: Bei 5-10% der Frauen mit Brustkrebs lassen sich erbliche Ursachen erkennen. Frauen, die die Hochrisikogene (BRCA 1 und BRCA 2) mit einer Veränderung in sich tragen, erkranken im Schnitt 20 Jahre früher als Frauen ohne eine familiäre Vorbelastung mit Brustkrebs. So haben diese Frauen ein Risiko von 50-80% in ihrem Leben, an Brustkrebs zu erkranken, sowie mit 10-40% an Eierstockkrebs zu erkranken.

Kommen in einer Familie gehäuft Brustkrebs oder Eierstockkrebs vor, wird eine genetische Beratung und eventuell ein Gentest empfohlen. In Deutschland gibt es 15 spezialisierte Zentren, die eine solche Beratung anbieten. Die Adressen finden sich bei der Deutschen Krebshilfe.

  • Hormonelle Risikofaktoren: eine frühe erste (Menarche) und späte letzte Regelblutung (Menopause) können das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen. Darüber hinaus ist die erstmalige Schwangerschaft nach dem 30.Lebensjahr oder keine Schwangerschaft im Laufe des Lebens ungünstig.
  • Kinderlosigkeit als Risikofaktor: Mehrmalige Schwangerschaften und Stillzeiten können das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, verringern.
  • Einnahme von Hormonen: Eine Hormonersatztherapie, vor allem über einen längeren Zeitraum und als Kombinationstherapie (Östrogene und Progesterons), erhöhen das Brustkrebs-Risiko. Die Einnahme der Antibabypille erhöht nur in geringem Maße dieses Risiko.
  • ungesunder Lebensstil: Eine ungesunde Ernährungsweise und damit verbundenem Übergewicht sowie ein Mangel an körperlichen Betätigung und hoher Alkoholkonsum sowie Rauchen können zur Brustkrebs-Entstehung beitragen. Das Fettgewebe produziert zu einem kleinen Teil Östrogene, je mehr Fettgewebe durch ungesunde  Ernährung und Bewegungsmangel im Körper gebildet wird, desto höher die Belastung durch Östrogene und das Risiko für Brustkrebs. Alkohol und Rauchen gelten als Zellgifte, wie genau sie an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt sind, ist nicht geklärt.
  • Bösartige Gewebeveränderungen: Die Erkrankung der Mastopathie oder auch des Papilloms, eine Bindegewebsveränderung der Brust, die noch keinen Krebs darstellt, kann in Brustkrebs übergehen und stellt somit auch einen Risikofaktor für Brustkrebs dar.
  • Gutartige Gewebeveränderungen: In sehr seltenen Fällen kann Brustkrebs aus gutartigen Bindegewebsveränderungen wie dem Fibroadenom ausgehen.
  • Strahlung: Auch eine Strahlentherapie oder diagnostische Strahlen können in sehr seltenen Fällen Brustkrebs auslösen.
  • Aluminium in Deos: Zwar wird Aluminium in Deos heiß diskutiert, im Zusammenhang mit Brustkrebs zu stehen, die Wissenschaft ist sich jedoch uneinig. Die objektive Datenlage ist widersprüchlich und so zählt Aluminium nicht zu den Ursachen für Brustkrebs.

Brustkrebs-Symptome und -Anzeichen

Brustkrebs wächst zunächst unbemerkt und verursacht keine Beschwerden. Es gibt im Prinzip keine Frühsymptome. Nur in der Ultraschall- oder Röntgenaufnahme lassen sich frühere Stadien des Brustkrebses erkennen.

Erst in fortgeschritteneren Stadien macht sich Brustkrebs bemerkbar, dabei sollten Sie auf folgende Anzeichen achten:

  • Die Brust verändert sich in ihrer Größe
  • Beim Heben der Arme verformt sich eine Brust anders als die andere
  • Sie können Verhärtungen oder Knoten in der Brust tasten, die neu aufgetreten sind
  • Die Haut der Brust oder die Brustwarzen ziehen sich nach innen ein
  • Die Haut der Brust erscheint wie ‘Orangenhaut
  • Aus der Brustwarze tritt Flüssigkeit aus
  • Die Brust schmerzt oder entzündet sich
  • Die Brust ist gerötet, die Rötung verschwindet nicht wieder
  • In der Achselhöhle finden sich Knoten (Lymphknoten)

Am häufigsten treten die knotigen Veränderungen bei Brustkrebs im äußeren oberen Bereich der linken Brust auf. In jedem anderen Bereich der Brust ist jedoch eine Krebserkrankung möglich.

Wie bei den meisten Krebserkrankungen können Warnsymptome die sogenannte B-Symptomatik sein. Dazu gehören Fieber, ungewollte Gewichtsabnahme und nächtliches Schwitzen.

Brustkrebsvorsorge

Brustkrebsvorsorge beim Frauenarzt

Bei Ihrem Frauenarzt können Sie das Brustkrebsvorsorge-Programm  (Brustkrebs-Screening) in Anspruch nehmen.

  • Ab dem 30. Lebensjahr können Sie beim Frauenarzt jährlich Ihre Brust untersuchen lassen. Ihr Frauenarzt wird Ihre Brüste sowie die Lymphknotenstationen abtasten und beurteilen. Gleichzeitig sollten Sie sich anleiten lassen, wie Sie zu Hause eine regelmäßige Selbstuntersuchung exakt durchführen können.
  • Ab dem 50.Lebensjahr bis zum 69.Lebensjahr haben Sie zusätzlich Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung (Mammographie) beider Brüste alle zwei Jahre. Zu dieser Vorsorgemaßnahme werden Sie schriftlich eingeladen. Die Röntgenaufnahme wird von zwei unabhängigen Ärzten beurteilt. Ein Ergebnis bekommen Sie nach 7 Werktagen schriftlich mitgeteilt.

Inwieweit Sie die gesetzliche Brustkrebsvorsorge für sich nutzen, entscheiden Sie selbst.

Persönliche Brustkrebsvorsorge

Als eigene Vorsorge sollten Sie die Selbstuntersuchung Ihrer Brust gewissenhaft durchführen.

Machen Sie dies am besten immer zum gleichen Zeitpunkt im Monat. Am günstigsten ist eine Woche nach Beginn Ihrer Regelblutung, da in diesem Zeitraum das Brustgewebe weicher ist und keine hormonell-bedingten Verdichtungen aufweist.

Eine ganz persönliche Vorsorge können Sie mit Veränderung Ihres Lebensstils betreiben. Zwar können Sie trotz gesunden Lebensstils  an Brustkrebs erkranken, jedoch senken Sie Ihr Brustkrebs-Risiko.

Achten Sie auf

  • regelmäßige Bewegung
  • eine ausgewogene Ernährung
  • einen verantwortungsvollen Alkoholgenuss.
  • Versuchen Sie, ein Körpergewicht zu erreichen, was für Ihre Körpergröße normal ist.  (BMI 20-25: Körpergewicht in kg/Körpergröße in m zum Quadrat)
  • Hören Sie auf zu rauchen, oder fangen Sie am besten gar nicht erst an.

Sind in Ihrer Familie schon Brustkrebsfälle oder Eierstockkrebserkrankungen aufgetreten, kann ein Gentest erwogen werden. Hierzu sollten Sie sich in spezialisierten Zentren beraten lassen. Wird eine Veränderung der Brustkrebs- und Eierstockkrebs-Gene BRCA1 oder BRCA2 in einem Gentest festgestellt, sollten die Vorsorge-Untersuchungen intensiviert werden.

Diese umfassen

  • ab dem 25. Lebensjahr eine Tast- und Ultraschalluntersuchung alle 6 Monate und
  • eine Schichtbildaufnahme (MRT) der Brüste alle 12 Monate.
  • Ab dem 30. Lebensjahr kann jährlich eine Röntgenaufnahme (Mammographie) der Brüste in Anspruch genommen werden.

Eine vorbeugende Entfernung des Brustdrüsengewebes und eine Eierstockentfernung nach abgeschlossener Familienplanung können in Erwägung gezogen werden. Hier sollte jedoch eine ausführliche Beratung mit Spezialisten erfolgen.

Brustkrebs-Behandlung und Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Brustkrebserkrankung wird zunächst durch ein ausführliches Gespräch (Anamnese) und eine Untersuchung beider Brüste dem Verdacht nachgegangen.

Brustkrebs-Diagnose

  • Röntgen und Ultraschall: Bei auffälligen Untersuchungsbefunden wird eine Röntgenaufnahme (Mammographie) beider Brüste sowie ergänzend eine Ultraschallaufnahme (Sonographie) beider Brüste durchgeführt
  • Gewebeprobe: Erhärtet sich der anfängliche Verdacht, so muss eine Gewebeprobe (Biopsie) zur Diagnosesicherung genommen werden. Dabei kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung (Stanzbiopsie, Vakuumbiopsie, offene Exzisionsbiopsie).
  • Gewebeuntersuchung: In der anschließenden Gewebeuntersuchung (Histologie) wird geklärt, ob das Tumorgewebe Hormonrezeptoren (Östrogen- und Progesteron-Rezeptoren) besitzt und ob ein HER2-Rezeptor (human epidermal growth factor receptor 2 – ein Wachstumsrezeptor) vorhanden ist.

Diese Informationen können in den späteren Behandlungs-Konzepten eine Rolle spielen.

  • Staging-Untersuchung: Ist der Brustkrebs schon etwas weiter fortgeschritten oder besteht der Verdacht, dass schon Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet wurden, so wird eine sogenannte Staging-Untersuchung (Bestimmung des Tumorstadiums) durchgeführt. Diese umfasst
    • die Röntgen-Aufnahme der Lunge
    • Ultraschalluntersuchung der Leber und
    • eine Skelettuntersuchung (Skelettszintigraphie).

Brustkrebs-Behandlung

Die Behandlung ist abhängig von dem Stadium des Brustkrebses und wie hoch das Risiko eingeschätzt wird, dass erneut Brustkrebs auftreten kann.

Zu den Behandlungsoptionen zählen die Operation, die Strahlentherapie und die Behandlung mit Medikamenten.

Operation bei Brustkrebs:

Bei der Behandlung des Brustkrebses kann eine Brusterhaltende Operation (BET) oder eine Entfernung des gesamten Brustgewebes (modifiziert radikale Mastektomie (MRM)) durchgeführt werden. In manchen Fällen kann ganz von einer Operation abgesehen werden.

Brustentfernung (Mastektomie) bei Brustkrebs

Eine Entfernung des gesamten Brustgewebes muss durchgeführt werden, wenn:

  • der Brustkrebs durch eine brusterhaltende Operation nicht komplett entfernt werden kann
  • ein inflammatorischer Brustkrebs vorliegt
  • der Brustkrebs an mehreren Stellen innerhalb der Brust wächst
  • eine anschließende Strahlentherapie nicht möglich ist
  • das kosmetische Ergebnis nicht zufriedenstellend ist oder
  • die Patientin eine komplette Entfernung wünscht

Nach einer Entfernung des gesamten Brustgewebes gibt es Möglichkeiten die Brust mit verschiedenen Maßnahmen wiederherzustellen. Dabei können

  • Silikonimplantate eingesetzt werden oder
  • Eigengewebe wie Muskulatur zur Wiederherstellung der Brust genutzt werden.
Brusterhaltendene Operation bei Brustkrebs

Bei nicht-eindringenden Brustkrebsarten ist meist eine brusterhaltende Operation (BET) möglich. Ob Lymphknoten bereits von Krebszellen befallen sind, wird in der Entfernung des sogenannten Sentinel-Lymphknotens bestimmt. Dieser Lymphknoten ist im Prinzip die erste Station im Lymphabflussgebiet der Brust und so auch als erstes von Krebszellen befallen ist, wenn diese auswandern.

Nicht immer lässt dieser sich finden, auch wenn vor der Entfernung eine radioaktive Markierung über die Lymphbahnen mit einem Marker stattgefunden hat. In diesem Fall werden die Lymphknoten in der Achselhöhle insgesamt entfernt (Axilladissektion). Weist der Sentinel-Lymphknoten Krebszellen auf, so werden mindestens 10 weitere Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt. Die obere Grenze wird danach bestimmt, wieviel es möglich zu operieren ist.

Strahlentherapie bei Brustkrebs:

Im Anschluss an eine brusterhaltende Operation muss immer eine Strahlentherapie erfolgen, unabhängig davon, ob der Brustkrebs nicht-eindringend oder eindringend gewachsen ist. Dies senkt das Risiko des Wiederauftretens des Brustkrebses (Rezidiv).

Nach einer Brustentfernung kann die Brustwand einer Strahlentherapie unterzogen werden. Mediziner raten dazu, wenn der Brustkrebs größer als 5 cm gemessen hat oder die Brustwand bereits von Krebszellen durchwandert ist sowie bereits Lymphknoten Krebszellen enthalten.

Lässt sich der Brustkrebs nicht mehr operieren oder liegt ein inflammatorischer Brustkrebs vor, kann zunächst eine Strahlentherapie erfolgen und dann eine Operation durchgeführt werden. Anschließend wird noch einmal bestrahlt.

In fortgeschrittenen Stadien des Brustkrebses, wenn bereits Knochen- oder Gehirn-Tochtergeschwülste vorliegen, können diese zur Beschwerdebesserung bestrahlt werden.

Medikamentöse Behandlung bei Brustkrebs:

Chemotherapie bei Brustkrebs:

Eine Chemotherapie wird in der Regel nach einer Operation oder vor einer Operation zur Verkleinerung des Brustkrebses sowie in späten Stadien zur Verbesserung der Lebensqualität durchgeführt.

Wann ist eine Chemotherapie bei Brustkrebs sinnvoll?

Die Chemotherapie wird von Medizinern empfohlen, wenn ein HER2-Rezeptor vorliegt, keine Hormonrezeptoren vorhanden sind, Lymphknoten von Krebszellen befallen sind und die Patientin unter 35 Jahre alt ist.

Dabei unterscheiden sich die verwendeten Medikamente bei Brustkrebs mit Tochtergeschwülsten (Fernmetastasen) und ohne Tochtergeschwülste.

  • Liegen keine Fernmetastasen vor, wird das FAC-Schema (der Name stammt von den Abkürzungen der in dieser Therapie verwendeten Wirkstoffen 5-Fluoruracil, Adriamycin, Cyclophosphamid) oder das FEC-Schema (5-Fluoruracil, Epirubicin, Cyclophosphamid) angewandt. Alle angewendeten Medikamente hemmen als Zytostatika die Zellteilung. Diese Behandlung zielt auf eine Heilung des Brustkrebses ab.
  • Bei Fernmetastasen wird meist Paclitaxel (ein Wirkstoff, der aus der Rinde der Pazifischen Eibe gewonnen wird)  gegebenenfalls in Kombination mit einem anderen Chemotherapeutikum, verabreicht.

Antikörpertherapie bei Brustkrebs:

Der Antikörper Trastuzumab kann parallel zur Chemotherapie eingesetzt werden, wenn der Brustkrebs HER2/neu-Rezeptor aufweist. Dieser Antikörper dockt an den HER2/neu-Rezeptor an und bewirkt dabei den Zelltod. Darüber hinaus vermindert er die Neubildung von Gefäßen, die den Krebs versorgen.

– Hormontherapie bei Brustkrebs:

Besitzen die Krebszellen des Brustkrebses Hormonrezeptoren (Östrogen- und/oder Progesteronrezeptoren) kann eine Hormontherapie im Anschluss an eine Chemotherapie erwogen werden.

Dabei unterscheiden sich die Medikamente bei Frauen vor den Wechseljahren von Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) wegen der unterschiedlichen Hormonzustände.

  • Frauen, die sich vor den Wechseljahren befinden, erhalten für 5 Jahre meist Tamoxifen. Dieses Medikament senkt das Risiko, dass erneut Brustkrebs auftritt, erhöht jedoch das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken.
  • Frauen nach den Wechseljahren erhalten für 5 Jahre meist Aromatasehemmer (Anastrozol, Letrozol), die eine Überführung von Androgenen in Östrogene verhindern sollen,  oder eine Kombination aus Tamoxifen und einem Aromatasehemmer.

Die Behandlung des Brustkrebses findet in spezialisierten Brustkrebszentren statt und bindet verschiedene Fachdisziplinen ein, sodass für jede Patientin ein optimales Behandlungs-Konzept gefunden werden kann.

Nachsorge nach Brustkrebs

Nach überstandener Behandlung des Brustkrebses im Krankenhaus, wird in regelmäßigen Abständen eine Nachsorge bei Ihrem Facharzt oder Ihrer Fachärztin (Gynäkologe/Gynäkologin) empfohlen.

Einerseits dient die Nachsorge dazu, den Erfolg der stattgefundenen Behandlung zu beobachten. Andererseits soll frühzeitig ein neu aufgetretener Krebs (Rezidiv) erkannt werden.

Die Nachsorge umfasst

  • ein Beratungsgespräch
  • eine Tastuntersuchung beider Brüste,
  • eine Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) und
  • eine Ultraschalluntersuchung.
  • Gegebenenfalls schließen sich eine Blutuntersuchung und eine Schichtbildaufnahme der Brust (MRT) an die Nachsorgeuntersuchungen an.

Nachsorgefahrplan bei Brustkrebs

  • Im 1. bis 3. Jahr nach dem Abschluss der Brustkrebs-Behandlung wird alle 3 Monate eine Tastuntersuchung durchgeführt,
  • bei einer operierten Brust alle 6 Monate geröntgt und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt
  • bei einer nicht operierten Brust einmal im Jahr eine Röntgenaufnahme und Ultraschalluntersuchung veranlasst.
  • Ab dem 4. Jahr wird eine Tastuntersuchung nur alle 6 Monate fällig. Eine Röntgenaufnahme sowie Ultraschalluntersuchung der Brust sind bei einer operierten sowie nicht operierten Brust nur noch einmal im Jahr notwendig.
  • Ab dem 6. Jahr wird die Tastuntersuchung jährlich durchgeführt.

Sollten Sie außerhalb dieser Nachsorge-Termine neue Beschwerden oder Unsicherheiten bei der Selbstuntersuchung haben, können Sie jederzeit Ihren Facharzt (Gynäkologe) kontaktieren. Dieser kann einschätzen, ob es Sinn hat, weitere Untersuchungen einzuleiten.

Anschlussheilbehandlung und Reha bei Brustkrebs

An eine Behandlung des Brustkrebses im Krankenhaus kann sich eine Anschlussheilbehandlung (AHB) beziehungsweise eine Rehabilitation (Reha) anschließen.

  • Die Anschlussheilbehandlung (AHB) wird noch im Krankenhaus beantragt und dient dazu die körperlichen Funktionen und die Alltagsfähigkeit im medizinischen Sinne wiederzuerlangen. Die AHB kann ambulant oder stationär wahrgenommen werden. Dies hängt davon ab, wie schwerwiegend die bleibenden Beschwerden durch die Behandlung und den Brustkrebs selbst sind.
  • Die Rehabilitation umfasst alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen, die eine Wiedereingliederung in das Alltagsleben zum Ziel haben.

Wenn Sie sich nach der Brustkrebs-Behandlung körperlich eingeschränkt oder psychisch belastet fühlen, keine Unterstützung im Freundes- und Verwandtenkreis haben oder Ihren Beruf nicht mehr oder nur mit großen Hürden ausüben können, dann können Sie sich bereits im Krankenhaus und bei Ihrem Arzt zu Rehabilitationsprogrammen beraten lassen. Jede Brustkrebspatientin und jeder Brustkrebspatient haben einen Anspruch auf die Maßnahmen zur Rehabilitation.

Sie selbst sollten sich mit Ihrer Brustkrebserkrankung und -Behandlung pflegen. Regelmäßige körperliche Bewegung hat in jedem Krankheitsstadium Sinn. Zum einen senken Sie durch körperliche Bewegung Ihr eigenes Risiko, erneut an Krebs zu erkranken, zum anderen hilft Ihnen körperliche Fitness beim Überstehen der Brustkrebs-Behandlung und möglichen Behandlungs-Nebenwirkungen.

Eine ausgewogene Ernährung ist auch in jedem Krankheitsstadium und nach abgeschlossener Behandlung sinnvoll. Normalisieren Sie Ihr Körpergewicht, falls Sie eher zu Übergewicht neigen. Vor allem während einer möglichen Chemotherapie, Strahlentherapie oder Hormontherapie sind Nahrungsergänzungsmittel (Mikronährstoffe) wie zum Beispiel Vitamine und Spurenelemente in Erwägung zu ziehen. Lassen Sie sich hier auch von Ihrem Arzt beraten.

Lebenserwartung

Im Jahr 2013 sind circa 71.640 Frauen und 682 Männer neu an Brustkrebs erkrankt. 17.853 Frauen und 156 Männer sind auch im Jahr 2013 an Brustkrebs verstorben. Am Ende des Jahres 2013 lebten etwa 316.000 Frauen mit Brustkrebs.

Die Sterblichkeit für Brustkrebs ist seit 1999 bei unter 50-jährigen Frauen um ein Drittel, bei den 50- bis69-jährigen um ein Viertel zurückgegangen. In den Lebensjahren über 70 sind die Sterberaten in den letzten Jahren konstant geblieben.
Die relative 5-Jahresüberlebensrate für Frauen liegt bei 88%, für Männer bei 77%. Die relative 10-Jahresüberlebensrate  beträgt für Frauen 82%, für Männer 65%.
Das mittlere Sterbealter für Personen mit Brustkrebserkrankung lag im Jahr 2013 für Frauen bei 72,6 Jahren und für Männer bei 74,4 Jahren.

Prominente

Die Fernseh- und Hörfunkmoderatorin, Schauspielerin und Buchautorin Miriam Pielhau bekam 2008 erstmals die niederschmetternde Diagnose Brustkrebs mitgeteilt. Sie nahm den Kampf gegen den Krebs auf und gewann ihn scheinbar, bis 2014 erneut Brustkrebs festgestellt wurde.

Miriam Pielhau wollte leben, nahm alle Behandlungsoptionen dankend an und half sich selbst durch die schwere Zeit, indem sie über sich und ihre Krebserkrankung Bücher schrieb. Ihre damals 3-jährige Tochter war ihre größte Motivation, die kräfteraubenden Behandlungen durchzustehen. 2015 wurden jedoch Tochtergeschwülste des Brustkrebses in der Leber entdeckt. Im Juli 2016 verstarb die 41-Jährige an ihren Krebsfolgen und verlor so den langen schweren Kampf gegen den Brustkrebs.

Auch Sylvie Meis, Model und Moderatorin, erkrankte 2009 an Brustkrebs.Die Niederländerin unterzog sich einer Operation und anschließenden Chemotherapie. In einem Interview mit die BUNTE 2014 erzählte sie:„Die Frau, die damals während des ‚Supertalents‘ in der Jury gesessen hat, oder die Frau, die zu Hause war und der übel war und sich nachts 40 Mal übergeben hat – das war meine private Sache”. Trotz der Strapazen arbeitete Sylvie Meis während der Behandlung weiter als Model und Moderatorin. Sie gilt heute als geheilt und engagiert sich seit ihrer Erkrankung in der Hilfsorganisation ‘Pink Ribbon’ für Brustkrebs-Betroffene.

2013 schockierte die US-Schauspielerin Angelina Jolie die Öffentlichkeit mit der Nachricht, sie habe sich aus Angst vor Brustkrebs beide Brüste entfernen lassen. Jolies Mutter habe lange gegen Brustkrebs gekämpft und mit nur 56 Jahren den Kampf verloren. In einem Gen-Test wurde bei Angelina Jolie das Hochrisiko-Gen BRCA1 festgestellt. Sie entschloss sich zur radikalen Entfernung beider Brüste und zwei Jahre später auch zur Entfernung der Eierstöcke.

Auch andere Frauen, wie zum Beispiel Sharon Osbourne, haben sich zu diesem Schritt entschlossen. Jolie wollte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Erkrankung Brustkrebs schaffen.

Fragen und Antworten

Ich habe Angst, an Brustkrebs zu erkranken. Wie kann ich mein individuelles Risiko senken?

Die meisten Faktoren, die zu Brustkrebs führen können, haben Sie nicht in der Hand. Jedoch können Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes tun.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund
  • treiben Sie Sport
  • versuchen Sie Ihr Idealgewicht zu erreichen
  • hören Sie auf zu rauchen
  • genießen Sie Alkohol nur in Maßen.

Nicht nur in Bezug auf Brustkrebs machen Sie damit alles richtig. Viele Erkrankungen lassen sich durch den richtigen Lebensstil besser durchstehen und sogar ganz verhindern.

Darüber hinaus sollten Sie die Vorsorge-Untersuchungen zum Brustkrebs bei Ihrem Facharzt wahrnehmen. Lassen Sie sich schulen, wie Sie selbst Ihre Brust untersuchen können und so Veränderungen früh entdecken und abklären lassen können.

Wie hoch ist mein Risiko, an Brustkrebs zu erkranken?

  • Gibt es in Ihrer Familie Mitglieder, die an Brustkrebs erkrankt sind?
    Ihr eigenes Risiko könnte dadurch erhöht sein. Lassen Sie sich bei Ihrem Facharzt beraten, ob ein Gen-Test für Sie Sinn hat, und was es für Vorsorgemöglichkeiten gibt.
  • Sind Sie übergewichtig?
  • Treiben Sie selten oder gar keinen Sport?
  • Essen Sie viel Fleisch und Fett?
  • Trinken Sie regelmäßig zu viel Alkohol?
  • Rauchen Sie?

Dies sind Fragen, die Sie sich stellen sollten. Je mehr Sie davon positiv beantwortet haben, desto höher kann Ihr Risiko sein, an Brustkrebs zu erkranken.

Ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, haben Sie, wenn Sie

  • spät Ihre erste Regelblutung bekommen haben
  • früh in die Wechseljahre eingetreten sind
  • unter 30 Jahre alt waren bei Ihrer ersten Schwangerschaft
  • mehrere Kinder bekommen haben
  • keine Hormonersatzpräparate in den Wechseljahren eingenommen haben, die die Kombination von Östrogenen und Progesteronen enthalten.

Ihr individuelles Risiko lässt sich jedoch nicht eindeutig festlegen. Machen Sie sich nicht verrückt und nutzen Sie die Vorsorgeangebote bei Ihrem Facharzt.

Meine Brust verändert sich. Wann sollte ich meinen Arzt aufsuchen?

Bei jeder neu aufgetretenen Brustveränderung sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Facharzt aufsuchen. Auch, wenn viele Brustveränderungen erst einmal kein Brustkrebs sein müssen, sollten sie abgeklärt werden.

Sie sollten unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, wenn

  • sich die Brust in ihrer Größe verändert
  • die Brüste vor allem beim Heben der Arme unterschiedlich verformen
  • Sie einen neu aufgetretenen Knoten in der Brust ertasten können
  • Knoten in der Achselhöhle auftreten
  • Sie Schmerzen in der Brust haben
  • die Haut der Brust oder die Brustwarze sich einziehen oder gerötet erscheinen
  • sich Orangenhaut an der Brust bildet
  • die Brustwarze Flüssigkeit verliert

Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe (2009)

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