Ich bin seit 18 Jahren mit meinem Freund zusammen und seine Mutter ist für mich sowas wie meine eigene Mutter. Sie hat viele Erkrankungen, darunter eine Koronare Herzkrankheit, Niereninsuffizienz und einen durchlebten Schlaganfall. Aufgrund dieser Krankheiten muss sie zahlreiche Tabletten nehmen, auch blutverdünnende Medikamente gehören dazu. ASS und Heparin während der Dialyse (Blutwäsche) sind Standard und seit der letzten Stenteinlage im Brustbereich muss sie auch noch Plavix nehmen, um die Blutgerinnung weiter zu verlangsamen.

Vor einigen Wochen äußerte sich bei der Mutter meines Freundes ein Problem, mit dem keiner gerechnet hatte. Sie bekam starke Magenschmerzen und der Stuhlgang verfärbte sich pechschwarz. Sie musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und im Rahmen einer Magenspiegelung fanden die Ärzte heraus, dass sie eine starke Magenblutung hatte. Das musste während eines operativen Eingriffs geclippt werden und sie bekam mehrere Bluttransfusionen. Hätte das Blut nicht zur Verfügung gestanden, wäre die Dame mit 66 Jahren an einer gut behandelbaren Magenblutung gestorben.

Sie war nach dem Eingriff noch für mehrere Tage geschwächt, auch bedingt durch den Blutverlust. Postoperativ bekam sie zwei Tage nach der OP noch einmal 500 Milliliter Blut zugeführt und es ging ihr sichtlich besser. Wert legten die Ärzte vor allem auf den HB-Wert, der mit steigendem Blutvolumen ansteigt. Das weiß ich daher, weil ich seit dem Erlebnis selbst alle acht Wochen Blut spende, um anderen mit dem Lebenssaft zu helfen.